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Tourismusboom voraus? 2024 nach den Wahlen in Panama

Im Jahr 2023 reisten 31'737 deutsche Touristen in Panama ein, etwa 11% mehr als ein Jahr zuvor. Aus den USA waren es 401'000 was einer Steigerung von 21% entspricht. Panama holt im Tourismus auf, hat aber noch lange nicht das Potential erreicht, was erreichbar wäre. Wenn das Wirtschaftsmagazin FORBES (1-2023) sagt "Jetzt ist der Moment für Panama", dann bezieht es sich auf die gigantischen Möglichkeiten für Investoren, im Vergleich zum Nachbarland Costa Rica, welches fast ausschliesslich vom Tourismus lebt und daher nicht nur die Preise sondern auch die  touristische Infrastruktur auf die Spitze getrieben hat. Für Investoren ist Panama daher ein Eldorado, wenn man das Potenzial betrachtet, denn die Naturvielfalt ist in beiden Ländern gleich grossartig.

Bereits im Wahlkampf waren sich alle Politiker einig, dass man in Panama etwas tun muss, um den Tourismus zu entwickeln. Mit dem Flughafenausbau, dem neuen Kreuzfahrtterminal in Panamacity und dem neuen Kongresszentrum sind bereits einige Voraussetzungen geschaffen worden.


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Der neue Präsident, José Raúl Mulino, hat folgende Massnahmen angekündigt, wobei es die ersten beiden übrigens bereits unter der Regierung von Ricardo Martinelli gab (Mulino war früher Innenminister): Eine gratis Versicherung für jeden Touristen und die kostenlose Nutzung des Atlapa-Kongresszentrums um Panama zu einem internationalen Kongress- und Veranstaltungszentrum zu machen. Dies hatte damals unter der Martinelli-Regierung 2 Millionen zusätzliche Hotelübernachtungen gebracht.

Ausserdem will Mulino einen Kreuzfahrthafen für Bocas del Toro. Damit dürfte das Insel-Archipel massiv aufgewertet werden, was auch Sinn macht, denn so paradiesisch die San Blas Inseln auch sind, durch die terrotoriale Selbstbestimmung der Guna Yala Indianer ist hier das Potenzial für gehobenen Tourismus sehr limitiert. Dann ist noch die Zugverbindung von Panamacity bis David, ein Projekt was seit Jahren vom Team Martinelli-Mulino propagiert wird und Tausende Arbeitsplätze und neue Möglichkeiten für den Tourismus schaffen wird. Und nicht zuletzt: Die Riviera Pacífica (Coronado bis Playa Blanca) dürfte von der Kampagne profitieren, in die der Flughafen Rio Hato und die örtlichen Hotels eingebunden werden.

Da Panama bereits Drehkreuz zwischen den Amerikas ist, soll in Zusammenarbeit mit COPA der StopOver über Panama beworben werden, so dass künftig die Umsteiger 1-3 Nächte in Panamacity und Umgebung verbringen.

 

Was für uns Ausländer noch ein Thema wäre, aber von keinem panamaischen Politiker bisher angegangen wurde: Die Öffnung des Arbeitsmarktes und damit die Beseitigung des massiven Fachkräftemangels. Kompetente, serviceorientierte Menschen aus den Nachbarländern sollten nicht als Bedrohung empfunden, die Liste der nur Panamaern vorbehaltenen Berufe daher massiv gekürzt werden.

 

Ein weiterer Ansatz wäre die Ausweitung der Visafreiheit. Nicht, das Panama hier schlecht dasteht. In den nordamerikanischen Raum dürfen nur 7% der Weltbevölkerung ohne Visa einreisen, im weltweiten Schnitt 21%, in Costa Rica 27% und in Panama sind es sogar 32%. Aber das muss nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn die karibischen Staaten haben eine wesentliche höhere Quote. Ausserdem könnte Panama für einen Grossteil der 68% der Weltbevölkerung, welcher zur Einreise ein Visa benötigen, eVisa einführen oder das "Visa bei Ankunft" anbieten.

Während der Tourismus aus fast allen Ländern nach Panama in 2023 zugenommen hat, gab es beim Nachbarland Kolumbien einen Rückgang. Dies, weil Panama den Solvenznachweis bei Einreise von $500 auf $1000 erhöht hat. Man versucht damit, Arbeitsmigration zu verhindern. In Wirklichkeit verschenkt man damit zur Zeit aber ein erhebliches Besucherpotential.


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Herkunftsländer der 2023 nach Panama eingereisten Touristen. Quelle der Grafik: LA PRENSA

Panama empfing 2023 insgesamt 2.51 Millionen internationale Besucher, wovon 1.87 Millionen keine Tagestouristen waren sondern länger blieben (nicht zu verwechseln mit den insgesamt 17.8 Millionen Passagieren des Hauptstadtflughafens). Ziel des neuen Präsidenten ist eine schnelle Erhöhung um mindestens eine weitere Million Touristen pro Jahr. Die Hotelauslastung in Panamacity beträgt zur Zeit über 60%, die Hotelpreise sind in den letzten 3 Jahren im Schnitt um 20% gestiegen.


Zusammenfassend kann gesagt werden, wenn das internationale Umfeld keinen Strich durch die Rechnung macht, wird Panama in den nächsten Jahren massiv von der neuen Unternehmer- und Investorenfreundlichen Regierung profitieren - auch und vor allem im Tourismussektor.



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